Möbel, oder Interieur Fotografie

Ist es sehr schwer einen Tisch zu fotografieren? Nö, hinstellen, drauf halten und abdrücken. Das sieht nicht sonderlich schön aus, nicht sehr estäthisch, aber den Rest retuschiert Ihr Gehirn, weil Sie den Tisch ja so gut kennen. Was aber nun, wenn jemand den Tisch noch nicht kennt? Wird der das Foto so überwältigend finden, dass er den Tisch sofort haben möchte? Und noch viel schlimmer, diesen mit in seine Wohnung nehmen will? Meine Güte, selbst gute Freunde gehen nach ein paar Tagen wieder, das Möbelstück bleibt. Lange, – nein noch länger.
Möbel dringen tiefer und nachhaltiger in unseren Alltag ein als die meisten anderen Dinge. Ehepartner und Kollegen mal ausgenommen. Das ist der Grund, warum Menschen bei der Wahl ihrer Möbel oft so „kleinlich“ sind. Sie umgeben uns, Tag aus Tag ein. Daher muss ein Interieur-Foto, oder eines hochwertiger Möbelstücke, dem Betrachter die Möglichkeit geben, emotional zu entscheiden ob das gute Stück zu einem passt. Nur ein Bild kann ohne direkte Nähe, den unmittelbaren Wunsch auslösen dieses, oder jenes Möbelstück besitzen zu wollen. Im Gegensatz zu Worten, sogar ohne das ein konkreter Bedarf besteht! Bei der Betrachtung einer Fotografie eines Einrichtungsgegenstandes, oder gar einer Einrichtungsgruppe beamt unsere Phantasie uns direkt in diese Abbildung. Und nur wenn uns diese Komposition angenehm, vorteilhaft, oder schmeichelhaft zu sein scheint, sind wir von dem gebotenen Artikel überzeugt.

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